
Mit- oder Gegeneinander von Kulturen. Islamische Staaten – westliche Demokratien
Interessiert
hat uns, einem 15-köpfigen Leistungskurs Politik, vor allem der erste Teil des
Themas. Und so haben wir beschlossen, das Thema 3 des Wettbewerbs kreativ auf
unsere Interessen zu beziehen und uns mit dem Aufeinandertreffen von Kulturen im
eigenen Land zu beschäftigen.
Wo soll man aber bei diesem Thema konkret ansetzen, wenn man in der Kleinstadt Uslar im ländlichen Südniedersachsen lebt, wo es mangels muslimischer Zuwanderer kein nennenswertes Gegenüber von Kulturen gibt?
Wir haben uns deshalb entschlossen, für unsere Arbeit in erster
Linie Zeitungen, Zeitschriften und vor allem das Internet zu nutzen. Auch sollte
unsere Auseinandersetzung mehr grundsätzlichen und weniger exemplarischen
Charakter haben.
Wir geben zu, dass wir unser
Material nicht nur systematisch gesucht, sondern auch den Zufall genutzt haben,
wenn uns dieser Brauchbares zuspielte. Da gab es im Dezember eine Veranstaltung
in Göttingen, bei der zwei kompetente Gesprächspartner über die Möglichkeiten
eines islamischen Religionsunterrichts sprachen. Oder es erschien ein Interview
eines bekannten muslimischen Intellektuellen in einer Tageszeitung, das uns
Stoff zum Weiterdenken gab. Und wir entdeckten, dass im gar nicht so weit von
uns entfernten Kassel um den Bau einer Moschee gestritten wurde.
Aus Zufällen und gezielter
Suche hat sich folgende Struktur ergeben, mit der wir uns dem Thema annähern
wollen. Beginnen wollen wir mit einem Blick auf die drei europäischen
Staaten, die auch quantitativ am stärksten mit dem Problem zu tun
haben. Woher kommen jeweils die muslimischen Zuwanderer in
Großbritannien, Frankreich und Deutschland? Neben einer Übersicht
über Geschichte und gegenwärtige Situation lassen sich hier auch
vertiefende Exkurse anklicken.
Im Kapitel „Intellektuelle und Islam“ sollen Islam-Experten zu Wort kommen, um zu klären, in wie weit der Islam zu einem Miteinander in der westlichen Kultur bereit ist.
Im Brennpunkte
genannten Kapitel stellen wir vier Aspekte vor, an denen sich das
Aufeinandertreffen der Kulturen, aber auch Wege der Vermittlung zeigen
lassen: der Bau einer Moschee, die Diskussion um einen islamischen
Religionsunterricht, das Schächten und das Tragen des
Kopftuches.
